Radclub schnelle Speiche

„Ja, mir san mit'm Radl da" – umweltfreundlich und sportlich, das Fahrrad wird immer beliebter, nicht nur als reines Fortbewegungsmittel, sondern auch als sportlicher Begleiter in der Freizeit. Das erkannten meine heutigen Gesprächspartner bereits vor vielen Jahren. Edwin Runkel, Winfried Hein und Günther Berg Mitglieder der ersten Stunde, erzählen uns heute alles rund um ihren Radclub schnelle Speiche, kurz RSS. „1998, nachdem wir bereits 3 Jahre unorganisiert zusammengefahren sind, haben wir uns über die gemeinschaftliche Leidenschaft zum Fahrradfahren zu einem Club zusammengeschlossen", erklärt Eddy. Im Übrigen der einzige Club in Faid in denen ein Sultan Gründungsmitglied ist. Peter Brandt alias Sultan, den meisten noch ein Begriff, war vom ersten Tag an mit dabei. Mindestens genauso legendär wie seine Gründer ist der, man muss sagen unbewusste Namensgeber. Müde und matt nach einer langen Tour kehrten die Biker eines Tages in ihr Vereinslokal Gasthaus Fritzen ein, indem bereits eine andere große sportliche Faider Legende, nennen wir ihn hier Heinz, an der Theke stand. Die Radler anfahrend sehend, sagte er: „Da kommt der Radclub schnelle Speiche", schon war der Name geboren. Tolle Geschichte. Ebenfalls im Jahr 1998, die erste Jahrestour. „Damals ging es in den Wein- und Ferienort Maring – Noviand", so Günther. Seitdem findet jedes Jahr im 1. Augustwochenende die Tour als Highlight des Jahres statt. Sei es Kaufbeuren, Thüringer Wald oder Sauerland, in 23 Jahren haben sie viel gesehen. Die Touren werden meistens von Eddy geplant und vom Clubeigenen Bild- und Tontechniker Günther für die Ewigkeit auf CD festgehalten. Aber auch zwischen den Jahrestouren wird fleißig in die Pedale getreten. „Wir treffen uns jeden Dienstag, Donnerstag und Sonntag zum biken. Im Schnitt fahren wir dann Strecken zwischen 30 und 35 km", so Winfried. Im Jahr kommen so schnell 2500 – 3000 km zusammen. Wege, die sie nicht kennen, nach so langer Zeit unvorstellbar. Heute selbstverständlich dem Club bis in das Jahr 2014 noch fremd, das E-Bike. „Im Jahr 2014 kamen die Ersten mit einem E-Bike. Heute haben wir alle eins. Das Leistungsgefälle wäre anders einfach zu hoch", so Eddy. Und außerdem die geographische Beschaffenheit unserer Region bietet es ja auch an. Aber nicht nur die Räder haben sich mit den Jahren verändert, sondern auch Technik und Kleidung. „Natürlich nutzen wir die moderne Technik, z.B. durch Wetter- und Navi-Apps", so Winfried. Gemeinschaftliche Trikots wie im Radsport üblich, dank dem Sponsoring ihrer Vereinskneipe Fritzen sind diese ebenfalls vorhanden. Trotz der super Voraussetzungen geht es den Jungs jedoch nicht nur ums biken. Die heute 10 aktiven Mitglieder zwischen 50 und 73 Jahren gestalten generell gerne ihre Freizeit gemeinsam. Seien es gemütliche Abende, Wanderungen oder gemeinsames grillen, zu denen ebenso Clubmitglieder die nicht mehr auf dem Rad sitzen, wie der 80-jährige Helmut Möller gern gesehen Gäste sind. „Wir verstehen und ergänzen uns super. Das passt einfach", so Günther. Gemeinsam feiern, dabei werden kleinere oder größere Blessuren, die so mancher Sturz mit sich führte, schnell vergessen. Auch demjenigen, der bis dato das Wort „Radclub" eher mit einem kleinen Schmunzeln ausgesprochen hat, sollte nach diesen Zeilen klar sein, im Vordergrund steht bei den Jungs ganz klar das Fahrrad.

Lieber RSS, wir wünschen euch weiterhin viel Spaß bei euren Touren und alles Gute.

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