Monika Wagenknecht

Denkt mal an eure Kindergartenzeit zurück, woran könnt ihr euch noch erinnern? An wenig bis gar nichts? Dann geht es euch so wie mir. Monika erinnert sich noch sehr gut. Zwar nicht an ihre eigene Zeit, aber an die von Hunderten von Kindern. Sicherlich sind darunter auch viele von euch. Für uns blickt Monika noch einmal zurück. „1973 habe ich im Kindergarten begonnen. Als einzige gelernte Erzieherin hatte ich die Leitung inne. Damals hatten wir 72 Kinder in zwei Gruppen und das mit gerade einmal drei Mitarbeitern. Zu jener Zeit waren auch die Kinder aus Dohr noch mit dabei." Nach fünf Jahren gab sie die Leitung ab, blieb dem Kindergarten als Erzieherin jedoch bis heute treu.
Bereits in der 3. Generation kommen die Kinder. Ob Eltern, Kinder oder Enkel, Monika kennt sie alle. „Faszinierend, spannend und einfach schön", so erlebt sie persönlich die Entwicklung der Generationen. So unterschiedlich die Kinder auch sein mögen, eine Frage verbindet sie alle: „Wie war denn meine Mama oder mein Papa früher? Das wollen alle wissen", so Monika lachend.
Aber egal wie sie früher waren, wenn sie heute ihre eigenen Kinder bringen, freuen sich alle, Monika wiederzusehen. „Ich erkenne die Eltern meist sofort. Besonders schön ist es, wenn sie froh darüber sind, dass ich noch immer da bin", so Monika. Nach so vielen Jahren noch mal umdenken und auf besondere Situationen eingehen, für sie selbstverständlich. „Wegen Corona mussten wir leider lange schließen. Eines Tages kam ein Kind zu mir in den Garten und fragte, ob sie nicht Hausaufgaben bekommen könnten." Gesagt, getan. Alle Eltern wurden angerufen, Aufgaben erstellt und im Briefkastenverfahren ausgetauscht. Das „Kindergarten-Homelearning" war geboren. Einfach nur toll! Verständlich, dass nach all der Zeit die Antwort auf die Frage nach dem schönsten Erlebnis schwerfällt. „Es waren so viele tolle und schöne Momente, da kann und will ich mich gar nicht festlegen." Neben den ganz kleinen kümmerte sich Monika aber auch um die damaligen Jugendlichen im Dorf. Von 1983 bis 1989 führte sie mit ihrem Mann und Sohn zusammen den Jugendclub in der alten Schule. „Auch darüber könnte ich einiges erzählen", lacht sie. Lustige, traurige oder spannende Geschichten, wenn ich Monika so zuhöre, bin ich mir sicher, dass man ohne Weiteres ein tolles Buch über ihre Erlebnisse schreiben könnte. Auch wenn sie in diesem Jahr ihren 70ten Geburtstag feierte und bereits seit 2010 zu Hause im Ruhestand bleiben könnte, ans aufhören denkt sie noch nicht. „Die Kinder sind mein Leben", erklärt sie strahlend. Und das merkt man. Strahlend, begeistert und voller Freude, so habe ich Monika im Gespräch über ihre Arbeit im Kindergarten erlebt. Meine Meinung, nicht nur die Entwicklung der Generationen ist faszinierend, spannend und schön, sich mit Monika darüber zu unterhalten ist es ebenso.

Liebe Monika, vielen Dank für deine jahrzehntelange Arbeit voller Freude und Begeisterung in unserem Kindergarten. Wir hoffen, dass es noch einige mehr werden.
Bleib gesund und vor allem, bewahr dir deine Fröhlichkeit.

Möhnenclub Faid
Rettung aus der Dose
 

By accepting you will be accessing a service provided by a third-party external to http://ortsgemeinde-faid.de/