Möhnenclub Faid

Egal ob Helau oder Alaaf, Fastnacht oder Karneval, Jeck oder Narr, die 5. Jahreszeit ist vor allem eine Tradition. Entweder man liebt sie oder man lässt es eben bleiben. Für die Faider Möhnen ist es die schönste Zeit in ihrem Vereinsjahr. Heute nehmen sie uns mit auf eine kurze Reise durch ihre Geschichte und ihr nicht nur närrisches Treiben. Eines der Gründungsmitglieder ist die heute 88-jährige Maria Keul. Sie kann sich noch sehr gut an jene Zeit erinnern. Mit dem Gründungsbuch in der Hand blickt sie zurück. „1956 haben wir uns gegründet. Die Männer hatten die Feuerwehr mit ihrem Karneval, da wollten wir Frauen natürlich auch was für uns", erklärt sie. Scheinbar eine tolle Idee, denn aus fünf Gründungsmitgliedern wurden in kürzester Zeit 36 Möhnen. „Im ersten Jahr, 1957, hatten wir sogar eine für alle zugängliche Möhnensitzung im damaligen Gasthaus Massing", so Maria. 1956 noch zu jung, beerbte Maria dann 1964 Ottilie Roullier als Obermöhne. In diesem Amt zog sie mit den Möhnen an Schwerdonnerstag, damals noch im traditionellen schwarz, in großen Wägen durchs Dorf. Nach 40 Jahren als Obermöhne folgten ihr 2004 Margret Bunschus und 2016 Heike Mönch (Beuren) im Amt. Aktive Möhne ist sie bis heute geblieben. 64 Jahre Vereinstreue, in der heutigen Zeit kaum noch vorstellbar. Respekt! Alleine über diese Zeit könnte man einen eigenen Artikel schreiben, da bin ich mir sicher. Eine Obermöhne gibt es zwar nicht mehr, aber dafür fünf Frauen die als Vorstand das Treiben der heutigen Generation lenken. „Der Schwerdonnerstag ist unser Tag. Morgens sind wir zu Gast im Kindergarten und erklären den Kindern was die Möhnen bedeuten. Anschließend gehen wir in die hiesigen Firmen, die uns einladen und uns vorbildlich bewirten, am Nachmittag laden wir die Kinder mit Eltern in unser Vereinslokal Fritzen ein und am Abend alle Faider zu Tanz und Musik", so Heike H. Am traditionellen Karnevalsumzug, der in Faid immer sonntags stattfindet, nehmen sie nicht nur als Gruppe teil, sondern übernehmen auch noch die Bewirtung im Gemeindesaal. „Das schreckt viele vor einer Mitgliedschaft bei uns ab, aber wir feiern hier genau wie die anderen auch", erklärt Nicole. „Und außerdem gibt es neben unserer Hauptzeit Karneval noch ein weiteres, breites Vereinsleben", schiebt Helga hinterher. Wanderungen, mehrtägige Touren, Städtereisen, ein Helferfest nach der Karnevalszeit, all das und noch viel mehr haben die Möhnen zudem zu bieten. „Wir sind eine tolle und lustige Gruppe zwischen 39 und 88 Jahren, die viel zu bieten hat", da sind sich alle einig. Feierwütig und lustig, das ist nur die eine Seite, sozial und engagiert ist die andere. So bewirten sie jedes Jahr den Altentag, backen den Kuchen selbst und stellen ihn dann auch noch kostenlos zur Verfügung. An den Faider Markttagen verkaufen sie Kaffee und Kuchen und spenden den Erlös immer an ein anderes, gemeinnütziges Projekt. Großartig kann ich da nur sagen. Ihr seht, zwischen Tradition und Brauchtum ist noch eine Menge Platz für viele andere, tolle Aktivitäten. Hast auch du jetzt Interesse bekommen? Dann melde dich einfach bei Heike H. (015256145818). Es lohnt sich!

Liebe Möhnen, vielen Dank für euer tolles Engagement in unserer Ortsgemeinde. Wir wünschen euch noch viele närrische Jahre.
"Faid, Helau"

Manuela Haas
Monika Wagenknecht
 

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