Bestattungsinstitut Paul Schmitt

 Mein erster Besuch in einem Bestattungsinstitut, in diesem Fall kann man ohne es böse zu meinen sagen, zum Glück nicht als Kunde. Als ich den Beratungsraum betrete, fällt mir eines gleich auf, ein stilvoll gestaltetes Ambiente, welches wie ich finde, eine dem Anlass entsprechende Ruhe ausstrahlt. Mit Rosi, die, wie mir Paul später verraten sollte, die eigentliche Chefin ist, beginne ich mein Gespräch. „Alles begann 1993 mit der von Paul gegründeten Bau-Schreinerei", so Rosi. In dieser absolvierte 2003 auch ihr Sohn Dennis seine Ausbildung zum Tischler. Wie aber kam es zum heutigen Bestattungsinstitut frage ich Rosi. „Paul absolvierte 1980 eine Ausbildung zum Schreiner beim Bestattungsinstitut und Schreinerei Cornely in Cochem", erklärt sie. Nachdem die Firma Cornely die Schreinerei aufgab, musste Paul seine Ausbildung bei der Schreinerei Oster vollenden, kehrte 1987 aber wieder zum Cornely nach Cochem zurück, diesmal als Bestatter. 2005 gab die Firma Cornely auch das Bestattungsinstitut auf und Paul übernahm es kurzerhand. Seinerzeit noch neben der Bauschreinerei dreht es sich heute fast ausschließlich noch um Bestattungen. „Wir bekommen für die Schreinerei einfach kein Personal. Und zu zweit ist das alles zu viel", so Paul, der zwischenzeitlich mit Dennis vom „Einsatz" zu uns gestoßen ist. Ob das Wort „Einsatz" hier die richtige Wahl ist, ich weiß es nicht, es passt jedoch zu einem ihrer Tätigkeitsfelder. Denn neben der klassischen Bestattung waren sie jahrelang das Institut, welches gerufen wurde, wenn es um Polizeifälle ging. „Ob Suizid oder tödlicher Unfall, überall wo die Staatsanwaltschaft ermittelt, mussten wir zum Tatort", so Dennis. Auch wenn sie heute nicht mehr offiziell zu dieser Tätigkeit berufen sind, die Polizei ruft noch immer bei ihnen an. „Das möchte heute keiner mehr machen, schon aus Zeitgründen und Personalmangel nicht. Uns geht es ebenso, wir sind nur zu zweit, das ist ein 24/7 Job", so Paul. Auch ohne es mir im Details erzählen zu lassen, kann ich mir gut vorstellen, was in diesen „Einsätzen" auf die beiden zukommt. Kommen wir jedoch zurück zur klassischen Bestattung. „Wir bieten unseren Kunden alles. Vom Abholen des Verstorbenen, gestalten der Traueranzeige, der eigentlichen Bestattung bis hin zu den Formalitäten, eben all-inclusive", so Rosi. Letzteres ist oftmals gar nicht so einfach, wie ich erfahre, denn der Amtsschimmel macht in Deutschland auch vor dem Tod keinen Halt. Typisch. „Ach und den Schlüsselnotdienst nicht vergessen", wirft Dennis ein. Ausgesperrt und Tür zu, das kennen wir alle. Auch das ist ein Fall für Dennis und Paul, jedoch nicht der einzige. Polizei und Gerichtsvollzieher rufen ebenfalls bei ihnen an, wenn sie irgendwo rein müssen, wo die Türe verschlossen ist. „Da kann man sich auch auf alles gefasst machen", so Dennis. Ihr versteht sicher, dass ich hier ebenfalls nicht ins Details gehen möchte. Eines ist mir nach dem Gespräch klar geworden, gut das es Bestattungsinstitute wie Paul Schmitt gibt, die die Verstorbenen und deren Angehörige auf dem letzten Weg begleiten und unterstützen. Und das in einer Branche, zu der ich sagen muss, ich könnte es nicht. Respekt und Anerkennung dafür!

Abschließend vielen Dank an Rosi, Paul und Dennis für Ihre Zeit und weiterhin viel Erfolg mit Eurem Unternehmen und Euch persönlich alles Gute.

Seniorengrillen der Ortsgemeinde Faid
Neubaugenbiet Travels
 

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Montag, 15. August 2022

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